Die erste Nummer von Hard Times erschien im Februar 1978 in Berlin als Informationsblatt der kurz zuvor gegründeten 'Neuen Deutsch-Britischen Gesellschaft'. Das Attribut 'neue' im Namen des Trägervereins implizierte einen alternativen Anspruch in entschiedener Abgrenzung gegen bestehende, politisch relativ konservative Institutionen und Medien mit gleicher deutsch-britischer Ausrichtung. Aus der Krisenstimmung in Großbritannien, die 1979 den Beginn der Thatcher-Ära einleitete, ergab sich der an Dickens' Roman angelehnte Name sowie das parodistisch verwendete Times-Logo, in dem die Uhr auf fünf vor zwölf gestellt wurde (statt sie, wie im Original über den Times-Leitartikeln, auf halb-fünf zu belassen).

Als der Trägerverein Mitte der 1980er Jahre zerfiel, wurde die vierteljährlich erscheinende Zeitschrift von einem Redaktionsteam unter der Herausgeberschaft von Jürgen Enkemann weitergeführt. Der Themenbereich (zumeist mit Heftschwerpunkten zu speziellen kulturellen oder politischen Aspekten mit kritisch-alternativer Akzentuierung) wurde auch auf Irland sowie gelegentlich auf ehemalige Commonwealth-Länder ausgeweitet. Nach dem Fall der Berliner Mauer kam es zu einer 'Osterweiterung' des Redaktionsteams. Im universitären Bereich erfuhr die Zeitschrift eine besonders starke Beachtung auch außerhalb einer linken und alternativen Sphäre, als 1994 der alle drei Jahre vergebene 'Journalistenpreis' des Verbandes Deutscher Anglisten (Anglistentag) an den Herausgeber von Hard Times und damit direkt auch an das Team der Zeitschrift verliehen wurde. In späteren Jahren erhielt Hard Times durch die Anglistenabteilungen bestimmter Universitäten (Oldenburg, Magdeburg, Potsdam, Dresden, Bochum und Gießen) eine lebenswichtige Unterstützung.

Besondere Höhepunkte unter den bisher erschienenen Heften bildeten die umfangreichen jubilee issues (Nr. 25, 50 und 75) mit einer Vielfalt von aktuellen Themen. Im Jahre 2005 zog Jürgen Enkemann sich als Herausgeber und Verleger von Hard Times zurück. Die offizielle Übergabe an das Redaktionsteam Jana Gohrisch, Gesa Stedman und Claus-Ulrich Viol fand im Oktober 2005 in der gleichen Wohnung in der Großbeerenstraße in Berlin-Kreuzberg statt, in der die Zeitschrift 1978 gegründet wurde. Dabei war auch das Advisory Board anwesend, das die Arbeit der Redaktion begleiten wird.

Das derzeitige Redaktionsteam besteht aus Stefani Brusberg-Kiermeier (Hildesheim), Georgia Christinidis (Rostock) und Jutta Schwarzkopf (Bielefeld).

Dem Advisory Board gehören im Augenblick an: Sebastian Berg, Dietmar Böhnke, Helene Decke-Cornill, Peter Drexler, Jürgen Enkemann, Jessica Fischer, Jana Gohrisch, Frauke Hofmeister, Michael Krause, Bernd-Peter Lange, Irmgard Maassen, Ingrid von Rosenberg, Gesa Stedman, Dirk Wiemann.

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